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Neue Städtepartner-Projekte bringen Europa den Jugendlichen näher

Statt der geplanten Arbeitssitzung in Frankreich fand das jährliche Treffen von Mirande, Tubize und Korntal-Münchingen am Samstag, den 3. Oktober, per Videokonferenz statt.

Bürgermeister Dr. Joachim Wolf, Pascal Boudinet, Eva Tilgner und Martin Schmid bei der Videokonferenz mit den Städtepartnern am 03.10.2020
Bürgermeister Dr. Joachim Wolf, Pascal Boudinet, Eva Tilgner und Martin Schmid bei der Videokonferenz mit den Städtepartnern am 03.10.2020

Tubize, könnt Ihr uns hören?“ Die Videokonferenz der Städtepartner zwischen Mirande, Tubize und Korntal-Münchingen ähnelte ein wenig der Landung auf dem Mond. Statt einer Antwort war vom belgischen Bürgermeister lautes Zischen und Pfeiffen im Rathaus Korntal zu hören. Nach den ersten Anlaufschwierigkeiten funktionierte die Verbindung und Monsieur Patrick Fanton, der frisch gewählte Bürgermeister aus Mirande, eröffnete die Städtepartner-Videositzung mit einem erleichterten „Halleluja!“

Das Jahrestreffen, bei dem alle Projekte und Veranstaltungen zwischen den Städtepartnern für 2021 abgestimmt werden, sollte eigentlich in Mirande stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie tauschten sich die Partnerschaftskomiteemitglieder an diesem Samstag, 3. Oktober 2020, digital aus.
 
Bürgermeister Dr. Joachim Wolf wies seine Kollegen daraufhin, dass dieses Datum für Deutschland und Europa mit dem 30. Jahrestag der Deutschen Einheit ein Historisches ist. „Wer hätte vor 35 Jahren gedacht, dass die Mauer, die Ost- und Westdeutschland getrennt hat, fällt?“ Genauso hätte niemand der Mitglieder des Partnerschaftskomitees beim letzten Arbeitstreffen im November 2019 in Tubize vermutet, dass wegen einem Virus die Grenzen zwischen Frankreich, Belgien und Deutschland geschlossen werden. Umso wichtiger sei es nun, der Jugend in Europa zu zeigen:  „Wir Franzosen, Belgier und Deutsche gehören zusammen, trotz Brexit, aufkommender Nationalismus oder Covid-19.“

Ein Kunstprojekt, ein Video und ein digitaler Schüler-Austausch sind geplant.

Aus diesem Grund konzentrierte sich Korntal-Münchingen in diesem Jahr mit seinen Vorschlägen auf Partnerschafts-Projekte, die Jugendliche in ihrer jeweiligen Stadt durchführen können, ohne sich zu begegnen: Ein Jugend-Städtepartner-Kunstprojekt unter dem Motto „Vive l’Amitié“, ein Schüler-Austausch auf der Basis von Social Media  und schließlich ein gemeinsamer Flyer. Besonders der Vorschlag, dass die Jugendlichen in einem Kurzfilm ihre Stadt vorstellen und die drei Kurzfilme zu einem gemeinsamen Städtepartner-Video zusammengeschnitten werden, kam in Belgien und Frankreich sehr gut an.
 

Die Überraschung per Post aus Korntal-Münchingen packt Mirande und Tubize zeitgleich aus.

Die Abstimmung der zu planenden Veranstaltungen führten die Städtepartner nur unter Vorbehalt durch – falls die Termine wegen dem Corona-Virus doch noch abgesagt werden. Zum Abschied galt es noch für Mirande und Tubize das Paket aus Korntal-Münchingen zeitgleich vor der Kamera zu öffnen. Die Überraschung gelang: Die extra entworfenen, blauen Städtepartner-Gesichtsmasken mit der Europaflagge und den Wappen der Städtepartner wurden direkt von den Mitgliedern des Partnerschaftskomitees übergezogen.

Die neue Städtepartner-Gesichtsmaske
Die neue Städtepartner-Gesichtsmaske

Die nächste Arbeitssitzung der Städtepartner soll am 9. Oktober 2021 in Korntal-Münchingen stattfinden. Bürgermeister Dr. Joachim Wolf sagte dazu: „Auch wenn das Experiment mit der Videokonferenz gelungen ist, würden wir uns noch mehr freuen, Sie alle wieder persönlich in unserer Stadt zu begrüßen.“

(Erstellt am 05. Oktober 2020)