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Abstandsregeln gelten auch im Wasser

Ein Interview mit der Leiterin des Freizeitbades Münchingen, Daniela Schwarz

Seit 6. Juli ist das Freizeitbad Münchingen wieder geöffnet. Ab dieser Woche gelten neue, verlängerte Öffnungszeiten. Daniela Schwarz, die Leiterin des Freizeitbades Münchingen, zieht Bilanz und schaut in die Zukunft des Freizeitbades.

Freizeitbad Münchingen

Frage: Wurde das Schwimmen unter den Bedingungen Ihres Hygienekonzeptes angenommen?
Schwarz: Ja. Wir sind dankbar, dass unsere Badegäste uns die Treue halten. Die Menschen erkennen die Leistung an, dass wir geöffnet haben – trotz aller aufwendigen Maßnahmen. In anderen Bädern im Umkreis konnte seit Corona nicht mehr geschwommen werden, weil die zusätzlichen Kosten bei eingeschränkter Besucherzahl nicht zu finanzieren sind.

Frage: Sie bieten seit 14. September neue Öffnungszeiten an. Warum?
Schwarz: Nachdem sich alles eingespielt hat, können wir besser planen. Wenn im Herbst die Freibäder schließen, wird die Nachfrage nach Hallenbäder größer. Mehr als 99 Besucherinnen und Besucher können wir aber nicht einlassen. Deshalb haben wir die Öffnungszeiten verlängert, so dass sich die Schwimmer zeitlich besser verteilen. Gleichzeitig haben wir den Donnerstag für den Publikumsverkehr geschlossen und können so auch den Schwimmkursanbietern wie unsere eigene Schwimmschule, vhs, dem DLRG, Aquafitness Jutta Engel, der Rheuma-Liga wieder Zeiten für ihre Kurse einräumen.

Frage: Andere Bäder bieten ein Online-Ticketbuchungssystem an – das Freizeitbad Münchingen nicht – warum?
Schwarz: Ein großer Anteil unserer Gäste sind Seniorinnen und Senioren - ohne Zugang zum Internet. „Wir haben so ein „Zeugs“ nicht“, sagen sie zu mir. Gerade für sie ist aber das Schwimmbad ein wichtiger sozialer Treffpunkt. Wir wollen dieser Kundengruppe den Zugang nicht erschweren.

Frage: Sind die Tickets also weiterhin nur an der Kasse erhältlich?
Schwarz:  Erst einmal, ja. Allerdings entwickeln wir für die nahe Zukunft ein Kombinations-Konzept, damit Karten auch online erhältlich sind. Ein bestimmtes Kontingent an Karten soll es aber auch zukünftig an der Kasse geben.

Frage: Wenn das Bad voll ist, wie informieren Sie die Gäste?
Schwarz: Am Eingang sehen die Besucher an der Ampel, ob noch eingelassen wird oder nicht. Ist abzusehen, dass die zulässige Besucherzahl bald überschritten wird, gibt es auf der Website des Freizeitbads auch einen Warnhinweis.

Frage:  Haben Sie eine Bitte an die Besucher?
Schwarz: Wir beobachten immer wieder Badegäste, die statt zu schwimmen, zusammen stehen und ihr Schwätzchen im Wasser halten. Auch hier gilt: Bitte achten Sie auf die Abstandsregeln.

Mehr Infos über das Freizeitbad Münchingen finden Sie hier.

Das Interview wurde geführt von Eva Tilgner.

(Erstellt am 11. September 2020)