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Korntal-Münchingen liegt im Beobachtungsgebiet der Geflügelpest

In Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet müssen verschiedene Punkte eingehalten werden

Den Nachweis des Geflügelpest-Erregers im Legehennenbestand eines landwirtschaftlichen Betriebs in Oberriexingen hat das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt. Im Ausbruchsbetrieb selbst wurden bereits am Mittwoch, 24. März, alle Legehennen tierschutzgerecht getötet und die notwendigen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen umgesetzt. Momentan liegen noch keine Informationen vor, dass sich der Geflügelpesterreger weiterverbreitet hat.

Die bekannten Geflügelhaltungen im ausgewiesenen Sperrbezirk wurden bereits alle klinisch auf Anzeichen für das Vorhandensein des Geflügelpesterregers mit negativem Ergebnis untersucht. Auch das Ergebnis der aus diesen Haltungen bereits untersuchten Proben war jeweils negativ. Nach dem derzeitigen Informationsstand erfolgte der Eintrag des Geflügelpesterregers über den Zukauf von Legehennen von einem Geflügelhandelsbetrieb aus Nordrhein-Westfalen.
 
Aufgrund der Bestimmungen der Geflügelpestverordnung müssen in einem Radius von drei Kilometern um den Ausbruchsbetrieb ein Sperrbezirk und in einem Radius von zehn Kilometern ein Beobachtungsgebiet eigerichtet werden. Die Vorgaben für den Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet werden im Rahmen einer Allgemeinverfügung veröffentlicht. Die Allgemeinverfügung wird auf den Seiten des Landratsamts eingestellt und als Amtliche Bekanntmachung in der lokalen Presse rechtswirksam veröffentlicht.
 
Im Sperrbezirk sind unter anderem folgende Punkte zu beachten:

  • Alles Geflügel wie Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Ente und Gänse oder andere in Gefangenschaft gehaltenen Vögel sind aufzustallen oder aber es müssen Schutzvorrichtungen, z.B. in Form von Netzen zum Schutz vor Wildvögeln angebracht werden.
  • Vorgaben zur Meldung von Geflügelhaltern an das Veterinäramt.
  • Verbringungsverbote für lebendes Geflügel, Säugetiere, Fleisch von Geflügel sowie Eier aus und in Geflügelbestände.
  • Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und seuchenhygienischen Maßnahmen, um die Einschleppung und Verschleppung des Geflügelpesterregers zu verhindern.

Im Beobachtungsgebiet sind unter anderem folgende Punkte einzuhalten:

  • Da momentan nicht von einem Eintrag der Geflügelpest über Wildvögel auszugehen ist, wird vorerst von einer generellen Aufstallungspflicht im Beobachtungsgebiet abgesehen.
  • Vorgaben zur Meldung von Geflügelhaltern an das Veterinäramt.
  • Verbringungsverbote für lebendes Geflügel, Fleisch von Geflügel sowie Eier aus und in Geflügelbestände.
  • Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen und seuchenhygienischen Maßnahmen, um die Einschleppung und Verschleppung des Geflügelpesterregers zu verhindern.

Sowohl im Beobachtungsgebiet als auch im Sperrbezirk gibt es Ausnahmen für Konsumeier, die über zugelassene Eierpackstellen vertrieben und dort mit dem Erzeugercode (Eierprint) gekennzeichnet werden.
 
Eine ausführliche Auflistung aller Maßnahmen im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet können der Allgemeinverfügung entnommen werden. Aller Voraussicht nach wird der Sperrbezirk bis zum 14. April aufrechterhalten bleiben. Danach wird der bisherige Sperrbezirk zum Beobachtungsgebiet. Sollten sich im dynamischen Seuchengeschehen keine weiteren Ereignisse ergeben, so würden alle Restriktionsgebiete im Landkreis nach dem 23. April aufgehoben werden.

Quelle: Pressemitteilung des Landratsamtes Ludwigsburg vom Dienstag, 30. März 2021