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Und die Jugendlichen denken doch an andere ...

Die Aktion der Butterbrotbande war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg - auch unter Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Die Butterbrotbande am Stand in Korntal

Es ist ein ganz normaler Freitag. Wie jedes Wochenende streben Kunden in die Supermärkte, um ihre Wochenend-Einkäufe zu erledigen. „In Korntal-Münchingen gibt es auch Bedürftige, die sich nicht so einfach solche Einkäufe leisten können", sagt Anna von der Butterbrotbande. An ihren Ständen am Edeka Korntal und am Edeka Kallenberg warten an diesem Freitagnachmittag, dem 9. Oktober, Wunschzettel von 37 bedürftigen Menschen und Familien aus Korntal-Münchingen: Spaghetti, Bananen, sogar eine vegane Süßigkeit stehen darauf. Werden die Wünsche auch in diesem Jahr alle erfüllt

Die Wunschzettel warten auf Abholung.
Die Wunschzettel warten auf Abholung.

Dazu brauchen die Käufer nur die kleinen Zettelchen in den Supermarkt mitzunehmen, für eine bedürftige Person oder Familie dieses Produkt mit einzukaufen und es dann bei der Butterbrotbande zur Weiterleitung abzugeben. „Cola kaufen wir nicht", wehrt eine Dame am Stand ab. Das wäre doch viel zu ungesund. Stattdessen kauft sie lieber die Bananen und das Toilettenpapier. „Schön, dass die Jugendlichen an andere denken", findet ein Herr und nimmt den Wunschzettel mit der „Veganen Süßigkeit" mit. Zum neunten Mal führen der Jugendgemeinderat, die Katholische Kirchengemeinde, die Evangelische Kirchengemeinde und die Brüdergemeinde die Aktion Butterbrotbande durch - auch wenn es in diesem Jahr erschwerte Bedingungen zu erfüllen gibt: Wegen dem Covid-19-Virus konnten die Jugendlichen keine aktive Werbung machen, sondern erwarten mit Mundschutz die Käuferinnen und Käufer im erforderlichen Sicherheitsabstand. Doch das Team in Korntal ist zuversichtlich, genügend Interessenten für das Projekt der Butterbrotbande zu finden. "Es ist immer wieder schön, die Hilfsbereitschaft mitzuerleben", findet Anna.

Bürgermeister Dr. Joachim Wolf am Stand der Butterbrotbande in Kallenberg
Bürgermeister Dr. Joachim Wolf am Stand der Butterbrotbande in Kallenberg

Am Stand der Butterbrotbande in Kallenberg sichert sich Bürgermeister Dr. Joachim Wolf mehrere Einkaufszettel und kommt dann voll beladen aus dem Supermarkt zurück. „Das Gute an der Aktion ist, dass die Spende eins zu eins ankommt. Das ist ganz konkrete Hilfe", sagt er. Gegen 18 Uhr kann das Team der Butterbrot-Bande dann eine positive Bilanz ziehen: „Wie auch die letzten Jahre war unsere Aktion ein riesiger Erfolg", sagt Matthias Rees, der Sachgebietsleiter für Jugend und Integration. Sogar die vegane Süßigkeit landet im Einkaufskorb und konnte jemanden glücklich machen, der sich diese Süßigkeit sonst nicht hätte leisten können.

(Erstellt am 15. Oktober 2020)