Nachricht

Das Schwimmbad in Münchingen feierte Geburtstag mit vielen Gästen


Fünfzig Jahre Freizeitbad Münchingen. Das ist wahrlich ein Grund zu Feiern. Während in vielen Orten im Land die Schwimmbäder von Schließungen bedroht sind, scheint über dem Münchinger Freizeitbad die Sonne. Zumindest schien am vergangenen Jubiläumswochenende die Sonne am Münchinger Himmel, als Bürgermeister Alexander Noak in seiner Eröffnungsrede dem Gemeinderat für den politischen Willen, das Bad zu erhalten, dankte. Denn der Gemeinderat hat in einem Grundsatzbeschluss bestimmt, dass das Bad mit seinen 50 Jahren nicht zum alten Eisen gehört, „sondern dass die Stadt am Bad festhält und mehrere Millionen investieren möchte“, verkündete der Bürgermeister am Samstagmorgen vor den ersten Gästen. Das war den Wartenden immerhin einen Zwischenapplaus wert, während sie mit gepackten Badetaschen und Vorfreude auf das Programm den Begrüßungsworten des Bürgermeisters, des Technischen Beigeordneten Kai Langenecker und des Leiter des Freizeitbads Sascha Bösel lauschten.

Jubiläum 50 Jahre FZB

Jubiläumswochenende mit viel Programm

Vor allem junge Familien und Stammgäste, sowie einige Gemeinderäte und Vertreter der Presse waren Samstagfrüh zum Freizeitbad gekommen. Die einen wollten schnell ins Wasser und die anderen wollten sich trockenen Fußes zur Feier im Außenbereich des Bads begeben.

Eine Hüpfburg vor dem Eingang, ein Festzelt auf der Wiese mit Partymusik, Essensstände im Außenbereich, ein aufblasbarer Parcours im Schwimmerbecken und ein Spalier aus Luftballons. Ziemlich jung und familienfreundlich präsentierte sich der Jubilar. Schwimmbadleiter Sascha Bösel und sein Team hatten sich einiges für die Gäste überlegt: Die Schwimmmeister zeigten zusammen mit der DLRG Ditzingen Aktionen auf dem Wasser. Bei einer Technikführung konnte man hinter die Kulissen des Schwimmbads blicken.

Insgesamt kamen an dem Jubiläumswochenende über 1600 Menschen ins Freizeitbad.

„Die DLRG hat uns zudem bei der Aufsicht mit unterstützt. Ohne die Unterstützung unserer Vereine wäre so ein großes Fest nicht umsetzbar“, sagt Sascha Bösel. Unter freiem Himmel spielte der Musikverein Münchingen am Sonntagmittag für die Gäste.

„Es war ein rundum gelungenes Event und hoffentlich eine Bereicherung für alle Korntal-Münchinger und darüber hinaus", resümiert der Leiter des Bads.

Jubiläum FZB Maskottchen

MVM

Es begann im Münchingen der 70er Jahre

50 Jahre Freizeitbad. Wie hat es angefangen? Wann wurde das Bad zum Freizeitbad, wie wir es kennen? In welche Zukunft schaut das Bad?

So ein runder Geburtstag ist die beste Gelegenheit, um auf die Anfänge zu schauen. In den Siebziger Jahren hat der Gemeinderat Münchingen den Bau eines Hallenbads beschlossen. 1974 wurde dann mit dem Bau begonnen und am 4. September 1976 startete das Bad mit einem Tag der offenen Tür. „Der erste Betriebsleiter des Bads Dieter Uhde ist heute unter den Gästen, das freut mich besonders", erklärte Bürgermeister Alexander Noak. Und das Freizeitbad hat sich in der Familie quasi vererbt. Denn Sohn Alexander Uhde ist heute ein fester Bestandteil des Freizeitbad-Teams. Insgesamt besteht das Team aus 17 Personen und 15 Aushilfen, ohne die der reibungslose Betrieb nicht möglich wäre.

Viele gute Erinnerungen hat nicht nur Dieter Uhde an die Anfangszeiten. Auch Günter Keil, der 30 Jahre Schwimmkurse im Münchinger Bad gab, blickt gern zurück. „Es war einfach eine schöne Zeit.“

Schwimmlaufbahn im Becken

Tauchverein Unterwasserfreunde Jubiläum FZB

Während im ersten Jahr 67.000 Menschen den Weg in das Hallenbad fanden, waren es zu Spitzenzeiten 260.000 Besucherinnen und Besucher.

Auf wichtige Meilensteine ging der Bürgermeister in seiner Begrüßung ein. So wurde 1991 das Bad vom Hallenbad zum Freizeitbad mit Außen- und Kleinkindbereich sowie Dampfgrotte erweitert. Auch wenn seit 1991 regelmäßig Geld in die Hand genommen wurde, gibt es jetzt nun bei der Technik einiges zu sanieren. Die Details dazu erläuterte Kai Langenecker, der Technische Beigeordnete der Stadt. Insbesondere die Wasseraufbereitung ist nicht mehr auf dem Stand der Dinge. Pumpen, Leitungen, Heizung und vieles mehr sind in die Jahre gekommen. Ein elementarer Punkt bei einer anstehenden Sanierung wird die Energieversorgung sein. „Die benötigte Wärmeenergie entspricht etwa dem Verbrauch von 300 100 Quadratmeter großen Wohnungen“. Ein Planungsbeirat bestehend aus Fachleuten der Verwaltung, Mitgliedern des Gemeinderats und externen Beratern wird sich umfassend mit möglichen Sanierungsvarianten befassen. Gesucht wird die wirtschaftlich sinnvollste Lösung für die im Jahr 2028/2029 geplante Sanierung. Welche Sanierungsvariante dann umgesetzt wird, entscheidet der Gemeinderat im kommenden Jahr. Nach dem Beschluss müssen die Planungsleistungen für die Baumaßnahme europaweit ausgeschrieben werden.

Zum Schluss dankte Bürgermeister Alexander Noak den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für fünf Jahrzehnte Freizeitbad und wandte sich an die Gäste mit einem hoffnungsvollen „Bleiben Sie uns treu!“.

Essensstand

Schminkstand vor dem FZB Jubiläum

Außenbereich zum Jubiläum