Stolperstein | Paula Köhler

* 16. März 1891 in Holthausen/Westfalen – † 1. August 1940 in Grafeneck
Kullenstraße 1
70825 Korntal-Münchingen
Stadtteil: Korntal

Paula Köhler wurde 1891 in Westfalen geboren. Sie war als Dienstmädchen tätig, mit 19 fand sie Anstellung in einem Delikatessengeschäft in Elberfeld. Dort wurde sie 1919 Mutter eines unehelichen Kindes. Als man das Geschäft 1925 auflöste, nahm sie wechselnde Stellungen an und gelangte schließlich 1928 „durch Vermittlung“ als Spülmädchen in das Schülerheim in Korntal. Im gleichen Jahr erlitt sie einen „Schwermutsanfall“ und wurde wegen Suizidgefahr in das Krankenhaus Leonberg eingeliefert. Dort unternahm sie einen Selbsttötungsversuch. Am 7. Januar 1929 erfolgte ihre Einweisung in die Universitätsnervenklinik Tübingen. Die Diagnose lautete Schizophrenie, Pfropf Hebephrenie. Ab dem 13. Mai 1929 war sie in der Heilanstalt Christophsbad in Göppingen, wo sie bis 12. Mai 1937 verblieb. Dann führte sie ihr Weg in die Pflegeanstalt Weißenau. Von dort wurde sie am 1. August 1940 in den Tod nach Grafeneck geschickt.

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