Nachrichten aus dem Gemeinderat

Erfolgreiche Hilfsaktion: Das Glück kann auch ein Bus sein


„Eine Welle der Hilfsbereitschaft flutete durch unsere Stadt. Der Bus muss her – das war allen klar. Nicht nur dass die Menschen hier von ihrem Ersparten Geld für Baschtanka spendeten– sondern auch Unternehmen, Vereine und andere Organisationen unterstützen die Hilfsaktion nach ihren Mitteln. Die Hilfsbereitschaft der Korntal-Münchinger ist beeindruckend“, fasste Bürgermeister Alexander Noak in seiner Ansprache bei der Abfahrt der Fahrzeuge nach Baschtanka zusammen. Der Bürgermeister aus Baschtanka bedankte sich herzlich: „Wir sind so froh, für alles, was ihr für uns tut .“ Für Oleksandr Berehovyi und seine Frau Jellisabetta war die Nacht zuvor in Korntal-Münchingen die erste Nacht seit langem ohne Bombenalarm. Schon am nächsten Morgen, Samstag, den 11. November, fuhren sie gemeinsam mit 7 Korntal-Münchingern und vier Ukrainern los Richtung ukrainische Grenze, um vier Fahrzeuge sicher ans Ziel Baschtanka zu bringen.

Bewegende Momente beim gemeinsamen Singen der Europahymne

Doch zuvor sangen die Korntal-Münchinger gemeinsam mit den Ukrainern die Europahymne:

„Unsere Völker, unsere Staaten

alle Menschen sind bereit.

Streben an mit Wort und Taten

für Europa Einigkeit.“

„Dass in Korntal-Münchingen die Menschen auch bereit sind, mit Wort und Taten für Europa einzustehen, das können wir hier an den vier Fahrzeugen für Baschtanka sehen“, hielt Bürgermeister Alexander Noak fest. Nach der ergreifenden Stimmung schwenkten die Korntal-Münchinger noch die Europafähnchen zum Abschied mit einer Botschaft des Bürgermeisters aus Korntal-Münchingen im Gepäck: „Unsere guten Wünsche und Gedanken an die Ukrainer und die Menschen in Baschtanka haben wir mit in den Bus gepackt. Vielleicht helfen sie den Menschen dort ein wenig Mut zu machen.“

Die Fahrt zur ukrainischen Grenze verlief sehr ruhig

Nun ist das Team der sieben deutschen Fahrer wieder zurück von der ukrainischen Grenze. Längst ist der Bus und alle anderen Fahrzeuge gut in Baschtanka angekommen. Wie war es? „Wir sind ohne Probleme über die Grenze von Polen gekommen. Um 20.00 Uhr waren wir in Legnica, wo wir übernachteten. Dann ging es weiter bis kurz vor die ukrainische Grenze", erzählt Matthias Rees, der Sachgebietsleiter Jugend und Integration. Immer noch ist er begeistert über den Einsatz der Ehrenamtlichen.

Der herzlich Abschied der Korntal-Münchingen auf dem Saalplatz hat alle begleitet während der Fahrt

„Acht Stunden in einem Linienbus auf der Autobahn ist sehr anstrengend“, sagt er. Doch die Stimmung sei prima gewesen. Alle hätten sich immer noch über den herzlichen Abschied der Korntal-Münchinger auf dem Saalplatz gefreut. Doch nun nahte am Sonntagabend der Abschied von dem ukrainischen Fahrerteam. Die Deutschen kletterten in den roten Stadtbus und fuhren schon Richtung Heimat. Ob es wohl eine Wiederholung einer solchen Aktion geben wird? „Warum nicht?“, fragt Matthias Rees. „Jetzt wissen wir ja, wie es geht.“

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Redakteur / Urheber
Eva Tilgner