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Eine Zwischenbilanz nach sechs Wochen Impfen vom MINISTERIUM FÜR SOZIALES UND INTEGRATION

Hand mit OP-Handschuh und Impf-Spritze

Auszüge aus der Presseinformation des Ministeriums für Soziales und Integration vom 05.02.2021

Neue Warteliste macht Terminvergabe einfacher. Sobald ausreichend Impfstoff da ist, impfen Mobile Teams auch vor Ort in Kommunen

350.227 Impfungen insgesamt - 260.936 Erstimpfungen, 89.291 Zweitimpfungen - 198.424 über 80-Jährige geimpft
Das Fazit der Zwischenbilanz: Die vom Land Baden-Württemberg gemeinsam mit den Kommunen, den Uniklinika, der Ärzteschaft und weiteren Unterstützern in kürzester Zeit aufgebaute Impf-Infrastruktur mit Impfzentren und Mobilen Teams arbeitet reibungslos und effektiv – durch den Impfstoffmangel allerdings vorerst noch mit halber Kraft.

Trotz Lieferkürzungen und verschobener Liefertermine können alle Termine für Erst- und Zweitimpfungen eingehalten werden, auch in den kommenden Wochen.

Impfstoffmangel ist weiter dominierend / Zu wenig Impfstoff, aber Sicherheit / Prozesse laufen gut

Das Land hat gemeinsam mit den Partnerinnen und Partnern vor Ort innerhalb kurzer Zeit eine leistungsfähige Impf-Infrastruktur mit neun Zentralen Impfzentren, 50 Kreisimpfzentren und 145 Mobilen Impfteams aufgebaut. Da Impfstoff weiterhin knapp ist, sind die Strukturen weit von der Volllast entfernt. Aktuell werden in Baden-Württemberg täglich rund 7.000 Erstimpfungen und rund 5.000 bis 6.000 Zweitimpfungen durchgeführt. Wenn ausreichend Impfstoff vorhanden ist, können in Baden-Württemberg bis zu 60.000 Impfungen pro Tag stattfinden.   
 
Der Bund hat den Ländern geraten, immer ca. 50 Prozent der Impfstoffe zurückzuhalten, um die Zweitimpfung sicher zu stellen. Dieser Strategie ist Baden-Württemberg gefolgt und konnte daher Ausfälle und Lieferkürzungen ausgleichen. Alle Zweitimpfungen im Land sind sichergestellt. Zusätzlich können in den nächsten Wochen auch Erstimpfungen durchgeführt werden, alle vereinbarten Termine finden statt. Auch dafür nutzt Baden-Württemberg nun teilweise Impfstoff aus der Reserve.

Neue Warteliste vereinfacht die Terminvergabe

Ab Montag, 8. Februar 2021 um 10 Uhr wird es über die Telefonhotline eine Warteliste geben. Die neue Warteliste bei der Telefonhotline verkürzt und vereinfacht die Terminvergabe. Wer nicht sofort einen Termin bekommt, wird registriert und zurückgerufen oder erhält eine EMail, wenn wieder Termine frei sind. Ziel des Landes ist, allen Impfberechtigten, die das möchten, möglichst schnell und unkompliziert einen Termin zu geben. Die Anzahl der Impfungen richtet sich aber nach dem zur Verfügung stehenden Impfstoff, dieser ist im Moment der entscheidende Faktor. Das ist auch das Problem bei der Terminvergabe: Die Nachfrage ist derzeit sehr viel größer als die freien Impftermine. Die Bundeshotline 116 117 sowie das nachgeschaltete Callcenter des Landes funktionieren gut. Die Statistiken zeigen, dass es in der Bundeshotline ganz überwiegend keine langen Wartezeiten gibt. In den letzten Tagen gab es durchschnittlich etwa 34.500 Anrufe pro Tag. Die Wartezeit bis zur Gesprächsannahme lag im Schnitt unter zwei Minuten. Doch die wenigen verfügbaren Termine sind schnell ausgebucht. Sofern keine Impftermine verfügbar sind, werden die Anrufer persönlich darüber informiert.

Wenn die Pflegeheime geimpft sind, gibt es Angebote für Impfberechtigte vor Ort

Die Arbeit der Mobilen Impfteams hat sich bewährt. Wenn die Erst- und Zweitimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen abgeschlossen sind, besteht daher für interessierte Einrichtungen und Kommunen die Möglichkeit, dass die Mobilen Impfteams nach einem neuen Konzept des Ministeriums für Soziales und Integration in Tagespflegeeinrichtungen und zu Vor-Ort-Terminen in die Kommunen kommen. Die Verimpfungen in den Tagespflegeeinrichtungen laufen dabei analog zu den Impfungen in Pflegeheimen.


Nach einer Einigung des Ministeriums mit den Krankenkassen werden bereits jetzt ältere Menschen, die zwar impfberechtigt, jedoch nicht mobil sind, bei der Fahrt ins Impfzentrum unterstützt. Jeder, der beispielsweise Fahrten zum Hausarzt von der Krankenkasse bezahlt bekommt, kann auch für den Weg zum Impfzentrum eine sogenannte Krankenfahrt nutzen. Voraussetzung dafür ist eine Verordnung des Hausarztes, die auch telefonisch erfragt werden kann. Diese Regelung gilt zunächst für alle älteren Menschen in der ersten Gruppe der Impfberechtigten, also aktuell Impfberechtigte, die älter als 80 Jahre sind. Diese Möglichkeit kann in Zukunft auch bei lokalen Impfterminen in der Gemeinde genutzt werden. 

Auf längere Sicht wird Verimpfung durch Hausärztinnen und Hausärzte angestrebt

Spätestens mit dem Übergang in die Regelversorgung wird auch eine Verimpfung durch die Hausärztinnen und Hausärzte bei den Menschen daheim möglich sein. Voraussetzung dafür sind jedoch große Mengen von Impfstoff, der einfacher zu lagern und zu transportieren ist als die aktuell verfügbaren Impfstoffe. Zudem muss dieser Impfstoff in Einzeldosen verfügbar sein.

Terminvereinbarung telefonisch

Die Terminvereinbarung kann - insofern Termine frei sind und Impfstoff verfügbar ist -  telefonisch über die zentrale Telefonnummer 116117 oder online über www.impfterminservice.de/impftermine ausgemacht werden. Es werden gleichzeitig die Termine für die Erst- und Zweitimpfung vereinbart. Die Zweitimpfung muss nach mind. 21 Tagen und max. 21+5 Tagen erfolgen.

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