Lärm und Gesundheit

Informationen zum Thema Lärmschutz

Lärmemissionen wirken auf Menschen und Tiere ein und können zu gesundheitlichen Problemen führen oder sind einfach nur lästig. Ziel ist es diese Emissionen auf ein verträgliches Maß zu reduzieren. Lärm wird durch verschiedene Tätigkeiten verursacht: unter anderem Bauarbeiten, Verkehr, Musik und Menschen. Je nach Lärmursache gelten verschiedene Gesetze und Verordnungen. Damit ist auch klar, dass die Zuständigkeiten nicht nur bei einer Stelle zu suchen sind, sondern neben den Immissionsschutzbehörden, auch die Baurechtsbehörden und Ordnungsbehörden zuständig sind. Da es sich quasi auch um negative Umwelteinflüsse handelt, sind zudem Umweltbehörden mit dem Thema betraut.

Lärmaktionsplanung Korntal-Münchingen

Das Sachgebiet Umwelt-, Klima-, Naturschutz hat die Aufgabe den sogenannten „Lärmaktionsplan“ (LAP) nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie aufzustellen, zu begleiten und alle fünf Jahre fortzuschreiben. Der LAP Korntal-Münchingen wurde am 18. Februar 2016 verabschiedet. Ziel ist es, dass die bestehenden rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um den Lärm durch Straße, Schienen und Flugverkehr zu verringern. Mit der Umgebungslärmrichtlinie hat die EU ein einheitliches Konzept festgelegt, um Umgebungslärm zu vermeiden oder zu mindern.
Auch jede Bürgerin und jeder Bürger kann beim Thema Lärm einen wichtigen Beitrag leisten. Die Broschüre „Psst“! bietet einen informativen Überblick rund um das komplexe Thema Lärm, inklusive der gültigen Grenz- und Richtwerte. Auch Tipps, was jeder für den Lärmschutz tun kann, beispielsweise durch den Kauf leiser Reifen für das eigene Fahrzeug, durch eine moderate Fahrweise oder eine veränderte Verkehrsmittelwahl. Die Broschüre kann bei der LUBW unter folgender Internetadresse heruntergeladen oder auch kostenfrei in gedruckter Form bestellt werden: http://www4.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/11087/. Einige Exemplare liegen bei der Umweltschutzstelle, Rathaus Korntal, 4. Stock aus.

Lärmaktionsplan 2017 - Überprüfung 2019

ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG

Auslegung der Überprüfung des bestehenden „Lärmaktionsplans Korntal-Münchingen“

Öffentliche Auslegung und formelle Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG und §§ 47a-f BImSchG

(a.l.) Gemäß der Umgebungslärmrichtlinie und Bundesimmissionsschutzgesetz ist es alle fünf Jahre oder bei wesentlichen Änderungen erforderlich, die bestehenden Lärmaktionspläne zu überarbeiten. Nachdem neue Daten für die Hauptverkehrsstraßen (Bundes—und Landesstraßen) durch die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg veröffentlich wurden, war die Überprüfung unseres bestehenden Lärmaktionsplans erforderlich. Diese Überprüfung in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Ingenieurbüro hat keine wesentlichen Änderungen ergeben. Daher werden im Rahmen der Überprüfung lediglich der aktuelle Umsetzungsstand und redaktionelle Anpassungen dargestellt. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist dennoch erforderlich. Daher werden die Unterlagen (Prüfbericht und Lärmaktionsplan) im Zeitraum eines Monats, beginnend am 26. Juli 2019 im 4. OG Rathaus, Korntal zu den üblichen Öffnungszeiten ausgelegt und auf der städtischen Homepage veröffentlicht.
Während dieser Zeit besteht Gelegenheit zur Einsicht. Schriftliche Anregungen und Stellungnahmen können dann bis zum 02. September abgegeben und berücksichtigt werden. Kontaktdaten: Sachgebiet Umwelt-, Klima- und Naturschutz, Saalplatz 4, 70825 Korntal-Münchingen oder per Email Lugibihl@korntal-Muenchingen.de.

Die Unterlagen als pdf:
Prüfbericht (245,4 KB)
Lärmaktionsplan (309,3 KB)

Ihre Umweltschutzstelle


Gemäß der EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG muss die Belastung durch Umgebungslärm ermittelt und in Form von Lärmkarten dargestellt werden. Anschließend sind Lärmaktionspläne zu erstellen, mit dem Ziel, den Umgebungslärm soweit erforderlich zu verhindern und zu mindern. Die EU–Richtlinie ist mit dem „Sechsten Teil“ des Bundes-Immissions­schutz­gesetz (BImSchG § 47 a-f) in nationales Recht überführt worden. 

Gemäß § 47d BImSchG müssen Städte und Gemeinden in der Nähe von Hauptverkehrsstraßen und Hauptschienenstrecken Lärmaktionspläne aufstellen, wenn Lärmkonflikte erkennbar sind. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat landesweit die strategische Lärmkartierung gem. § 47c BImSchG für die Hauptverkehrsstraßen mit einer Verkehrsbelastung von über 3 Mio. Fahrzeugen pro Jahr erstellt – daraus ergibt sich für das Stadtgebiet folgende Straßen: A81, B10, L1141 und 1143. Da aber auch die weniger stark befahrenen Innerortsstraßen für den einzelnen Bewohner belastend sein können, hat die Stadt Korntal-Münchingen über die gesetzliche Vorgabe hinaus auch diese berücksichtigt ebenso wie die Schienenwege. Letztere weil die strategische Lärmkartierung der Schienenstrecken mit mehr als 30.000 Zügen pro Jahr, also die Bahnlinie 4810 Stuttgart – Weil der Stadt, vom Eisenbahnbundesamt (EBA) verspätet durchgeführt wurde. Die Nebenbahnstrecke der WEG wäre aufgrund der geringen Fahrbewegungen pro Tag gesetzlich ebenfalls nicht zu erfassen. Um die Lärmbelastung möglichst vollständig abzubilden, hat der Gemeinderat mit Beschluss vom 16.07.2013 einer erweiterten Lärmkartierung also inclusive Schienenlärm und den innerörtlichen Hauptverkehrsstraßen zugestimmt.

Die Ergebnisse der Lärmaktionsplanung können folgenden Anlagen entnommen werden:


Lärmaktionsplan – Endfassung (240,8 KB) mit Anlagen (6,857 MB)
Schalltechnische Untersuchung zur Lärmaktionsplanung (2,408 MB)
Lärm-Differenzkarten (1,057 MB)
Bericht und Anlagen Lärmkartierung (23,178 MB)
Untersuchung einer Lärmschutzwand entlang der Südstraße gegen Schienenverkehrslärm (1,05 MB)
Lärmtabelle (158 KB)

Berichterstattung an die EU

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg sammelt die von den Städten und Gemeinden übermittelten Informationen aus den Lärmaktionsplänen und leitet diese an das Umweltbundesamt weiter. Dies erfolgte zuletzt am 31.07.2017.
Das Umweltbundesamt hat diese Informationen in das öffentlich zugängliche REPORTNET der EU-Kommission eingestellt: http://cdr.eionet.europa.eu/de/eu/noise/df10 (unter 'Action plan summaries ...' ð Baden-Württemberg).

Schienenlärm

Lärmschutzinformationsveranstaltung

Am 27. November 2017 fand eine Informationsveranstaltung zum Thema "Geplante Errichtung von Lärmschutzwänden durch die DB Bahn" in Korntal statt.
Die Informationen aus der Veranstaltung finden Sie hier zum Download:

Lärmaktionsplanung des Eisenbahn-Bundesamtes - Start der Öffentlichkeitsbeteiligung

Unter Beteiligung der Öffentlichkeit erstellt das Eisenbahn-Bundesamt EBA alle fünf Jahre einen Lärmaktionsplan für die Haupteisenbahnstrecken des Bundes. Ziel der Lärmaktionsplanung ist die Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen. Eine Haupteisenbahnstrecke ist ein Schienenweg mit einem Verkehrsaufkommen von mehr als 30.000 Zügen pro Jahr. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in §§ 47 a)-f) Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). In diese Kategorie fällt auch die Schienenstrecke Stuttgart - Weil der Stadt. Ab sofort ist unter der Adresse www.laermaktionsplanung-schiene.de die Informationsplattform des EBA zur Lärmaktionsplanung im Internet erreichbar.

Im Rahmen dieser Lärmaktionsplanung wird am 30. Juni 2017 die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung beginnen. Bis zum 25. August 2017 hat die Öffentlichkeit dann die Gelegenheit, sich an der Lärmaktionsplanung des EBA zu beteiligen. Die Öffentlichkeitsbeteiligung findet in zwei zeitlich getrennten Phasen statt. Das EBA bietet hierzu eine Informations- und Beteiligungsplattform im Internet an, die über die folgende Adresse erreichbar ist: www.laermaktionsplanung-schiene.de.

Alternativ hierzu können Beteiligungen auch per Post an die Redaktion Lärmaktionsplanung, Postfach 601230 in 14412 Potsdam geschickt werden. Der vom EBA hierfür vorbereitete Fragebogen kann vom 30. Juni 2017 an über die angegebene Internetadresse heruntergeladen oder postalisch über obenstehende Adresse angefordert werden. Die Informationsplattform zur Lärmaktionsplanung des EBA steht ab sofort zur Verfügung. Die Anwendung zur aktiven Beteiligung wird jeweils rechtzeitig zum Start der Öffentlichkeitsbeteiligungsphasen zusätzlich zum Informationsangebot freigeschaltet.

Fragen können Sie an das EBA unter lap@eba.bund.de oder postalisch mit dem Stichwort „Lärmaktionsplanung“ an die Zentrale in Bonn richten:

Eisenbahn-Bundesamt, Heinemannstraße 6, D-53175 Bonn
Tel.: +49 (0)228 9826-0
E-Mail: lap@eba.bund.de
Internet: www.eisenbahn-bundesamt.de
Internet: www.laermaktionsplanung-schiene.de

LUBW-Broschüre „Psst! – Informationen zum Thema Lärm" regt zum Mitdenken und Mitmachen an


„Leiser ist besser!", so Gisela Splett, Lärmschutzbeauftrage der baden­ württembergischen Landesregierung, anlässlich der Neuauflage der Broschüre „Psst! – Informationen zum Thema Lärm", die nun von der LUBW Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg neu veröffentlicht wurde. „Als Lärmschutzbeauftragte ist mein Ziel, dass die bestehenden rechtlichen und finanziellen Möglichkeiten, den Lärm des Straßen-, Schienen- und Flugverkehrs zu verringern, ausgeschöpft und auch erweitert werden. Aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger kann bei diesem Thema einen wichtigen Beitrag leisten. Die Broschüre gibt Tipps, was jeder für den Lärmschutz tun kann, beispielsweise durch den Kauf leiser Reifen für das eigene Fahrzeug, durch eine moderate Fahrweise oder eine veränderte Verkehrsmittelwahl."
Die aktuelle Broschüre finden Sie hier. (2,897 MB)

Folgende weitergehenden Informationen der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden Württemberg finden Sie unter

http://www.lubw.baden-wuerttemberg.de