Stadtplanung

Flächennutzungsplan (FNP)

Flächennutzungsplan Korntal-Münchingen 2010

Flächennutzungsplan (FNP)
Nahezu alle Lebensbereiche (Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Einkaufen) benötigen ihre Fläche. Der Flächennutzungsplan hat die Funktion, die verschiedenen daraus resultierenden Raumnutzungen wie Wohnen, Gewerbe, Grünflächen, Verkehr etc. zu steuern. Er soll die oft in Konkurrenz zueinander stehenden Flächenansprüche gegeneinander abwiegen und zu einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung des Gemeindegebiets führen. Der Flächennutzungsplan ist gemäß Baugesetzbuch (BauGB) ein vorbereitender Bauleitplan. Aus ihm kann der einzelne Bürger kein Baurecht ableiten, jedoch bindet er die Gemeinde und andere öffentliche Planungsträger bei späteren Entscheidungen. Diese müssen ihre Planungen aus den Darstellungen des Flächennutzungsplans ableiten.
Der Flächennutzungsplan wird durch den Gemeinderat beschlossen und ist eine wichtige Grundlage für die Baurechtsschaffung, die dann für die Grundstückseigentümer durch Bebauungspläne verbindlich wird. Bebauungspläne werden deshalb auch verbindliche Bauleitpläne genannt.

Der Flächennutzungsplan stellt die vorhandenen und geplanten Bodennutzungen dar, also neben bestehenden und geplanten Wohn- und Gewerbegebieten auch land- und forstwirtschaftliche Flächen, Friedhöfe, Landschaftsschutzgebiete usw.. Die jeweiligen Plandarstellungen (z.B. die Darstellung neuer Wohnbauflächen) werden durch die Begründung, die zum Flächennutzungsplan gehört, erläutert. Den derzeit gültigen Flächennutzungsplan und die Begründung können sie hier einsehen.

Flächennutzungsplan (2,841 MB)

Erläuterungsbericht (2,546 MB)

Korntal-West

Bebauungsplanentwurf „Korntal-West", Korntal-Münchingen, Stadtteil Korntal

Die Stadt Korntal-Münchingen ist aufgrund ihrer verkehrsgünstigen Lage und wirtschaftlichen Attraktivität ein beliebter und stark nachgefragter Wohnstandort. Das Bevölkerungswachstum steigt sowohl in der Region Stuttgart als auch in der Stadt Korntal-Münchingen schneller als die früheren Prognosen vorgesehen haben. Diese Bevölkerungsentwicklung zeigt sich in einem dringenden und deutlich zunehmenden Wohnraumbedarf. Deshalb hat das Baugebiet „Korntal-West“ eine sehr hohe Bedeutung für Korntal-Münchingen. Das Plangebiet mit einer Gesamtfläche von ca. 11,5 ha wird seinen Bewohnern mit einem Angebot an verschiedenen Bautypen die Möglichkeit bieten, einen für alle Lebensphasen geeigneten Wohnort, mit der Nähe zur Innenstadt als auch zur Landschaft, zu finden. Die Umsetzung des Baugebietes ist auch von hohem regionalplanerischem Interesse, da es aufgrund seiner Lage an der Entwicklungsachse als regionaler Schwerpunkt des Wohnungsbaus dargestellt ist. Den Auftrag, einen geeigneten Entwicklungsvorschlag für ein potenzielles Baugebiet vorzulegen, hat die Verwaltung vom Gemeinderat im Sommer 2012 bekommen. Schon in dieser Konzeptfindung und während dem Wettbewerbsverfahren 2013-2014 waren die Bürgerinnen und Bürger intensiv am Prozess beteiligt. Im März 2015 wurde der Aufstellungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren „Korntal-West“ beschlossen. Aufgrund der veränderten gesamtpolitischen Rahmenbedingungen, der schnell wachsenden Bevölkerungszahlen und dem Bedarf, die Wohnraumversorgung schnellstmöglich umzusetzen, wurde die bislang beschlossene abschnittsweise Erschließung kritisch hinterfragt. Im Hinblick auf einen geringeren Planungs- und Erschließungsaufwand, den damit verbundenen niedrigeren Verfahrens- und Baukosten und einer transparenten und gerechten Kostenverteilung für alle Grundstückseigentümer hat der Gemeinderat im Mai 2016 der Gesamtgebietsentwicklung zugestimmt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beschlossen. Der Entwurf des Bebauungsplans „Korntal-West“ lag vom 30.05.2016 bis 01.07.2016 mit allen bereits vorliegenden Planungen und Gutachten öffentlich aus. Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit wurden die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich zu einer Informationsveranstaltung am 20.06.2016 eingeladen, wo sie sich über den aktuellen Stand des städtebaulichen Entwurfs, das Erschließungs- und Entwässerungskonzept und den Ablauf der Bebauungsplanverfahren informieren konnten. Die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingegangen Anregungen und Bedenken wurden abgewogen und der Bebauungsplan wurde optimiert. In den nächsten Verfahrensschritten wird der Bebauungsplanentwurf mit den dazugehörigen Unterlagen ab Mitte Juni für sechs Wochen ausgelegt. Parallel dazu werden die Behörden und sonstige Träger der öffentlichen Belange zur Stellungnahme aufgefordert. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung ist auch eine Bürgerinformationsveranstaltung vorgesehen.

Hier finden Sie den Städtebaulichen Entwurf zu Korntal-West als pdf-Datei (8,718 MB)

Das Planungsbüro hat inzwischen auch einen Entwurf zur Freiraumgestaltung ausgearbeitet. Dieser sieht u. a. klimaresistente Baumarten, individuellen Charakter für die verschiedenen öffentlichen Plätze sowie eine sorgfältig durchdachte Wegeführung und einen attraktiven Spielbereich im zentralen „Grünen Winkel“ vor.

Hier finden Sie den Entwurf zur Freiflächengestaltung zu Korntal-West als pdf-Datei! (8,04 MB)

Südlich Werre

Ziel der Planung:
Im Gebiet „Südlich Werre“ soll ein neues Wohngebiet mit verschiedenen Bautypen und einer hohen Wohnqualität entstehen. Am südwestlichen Ortsrand Münchingen bietet sich eine solche Bebauungsmöglichkeit an und eignet sich daher für eine optimale Wohnnutzung. Entsprechend des tatsächlichen Bedarfs sollen Flächen für Einzel- und Doppelhäuser sowie Mehrfamilienhäuser, ggf. auch Reihenhäuser bereitgestellt werden.
Aufgrund der Begründung von Wohnnutzung, die benachbarten im Zusammenhang bebauten Ortsteile anschließenden Flächen sowie einer Grundfläche von unter 10.000 m² wird der Bebauungsplan nach § 13b BauGB aufgestellt und im beschleunigten Verfahren gemäß den Vorschriften des vereinfachten Verfahrens nach § 13 Bau GB durchgeführt. Art und Maß der baulichen Nutzung sollen sich an die bestehenden, umgebenden Baustrukturen, nördlich und östlich angrenzend anlehnen. Ziel des Bebauungsplans ist die Ausweisung von Wohnbauflächen für die bestehende Nachfrage. Die im Plangebiet geplante Bebauung wird die bestehende Bebauung arrondieren und einen städtebaulichen Entwurf insgesamt ca. 58 Wohneinheiten geplant. Um die Entwicklung von kleineren Mehrfamilienhäusern mit ca. 5 bis 8 Wohneinheiten zu ermöglichen, werden im Kernbereich des Plangebiets Gebäudelängen von maximal 28 m festgesetzt. Bei einer Durchschnittsbelegung von 2,1 Einwohnern/WE sind im Plangebiet ca. 122 Einwohner vorgesehen mit einer Einwohnerdichte von 71 Einw./ha. Am 15.12.2016 hat der Gemeinderat die städtebauliche Entwurfsvariante als Grundlage für das weitere Bebauungsverfahren und die Beauftragung des Büros KMB mit der Durchführung des Bebauungsplanverfahrens beschlossen. Das Gebiet kann verkehrlich über die Ditzinger Straße aus Richtung Nordosten erschlossen werden. Weitere fußläufige Verbindungen zu den östlich gelegenen Wohngebieten „Zwischen Ditzinger- und Weilimdorferstraße“, „Erweiterung zwischen Ditzinger- und Weilimdorferstraße“ sowie „Weilemer Weg“ sind bereits vorhanden. Innerhalb des Geltungsbereichs befinden sich überwiegend landwirtschaftlich genutzte Flächen. Der bestehenden landwirtschaftlichen Wegeführung und Verlängerung der Ditzinger Straße, werden von der Planung berücksichtigt und bleiben selbstverständlich bestehen.

Abgrenzung als PDF (81,9 KB)

Städtebaulicher Entwurf Südlich Werre als PDF. (1,135 MB)

Stadtmitte Korntal - I. Bauabschnitt

Im Frühjahr 2011 ließ die Stadt Korntal-Münchingen zur Neuordnung und Aufwertung der Stadtmitte sowie zur Sicherung des Standortes für einen Vollsortimenter eine Mehrfachbeauftragung mit insgesamt fünf Planungsbüros durchführen.

Nach einer öffentlichen Ausstellung dieser Entwürfe im Mai 2011 wurde der ermittelte Siegerentwurf des Planungsbüros Project GmbH aus Esslingen anschließend in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung in einigen wichtigen Punkten überarbeitet. Neben den Anregungen aus dem Preisgericht und dem Gemeinderat bildeten die Kriterien aus dem im Juni 2011 stattgefundenen Bürgerworkshop zu den Schwerpunkten Verkehr, Grünbereiche, Städtebau und gewerbliche/öffentliche Nutzungen die wesentliche Grundlage für die Überarbeitung.
Der Gemeinderat der Stadt Korntal-Münchingen hat in seiner öffentlichen Sitzung am 13. Dezember 2011 den überarbeiteten Wettbewerbsentwurf als Planungsgrundlage beschlossen. Im Januar 2012 stellten Vertreter der Stadtverwaltung und des Planungsbüros mittels einer öffentlichen Ausstellung und Infoveranstaltung den interessierten Bürgerinnen und Bürgern den Entwurf vor.


Überarbeiteter Entwurf Mehrfachbeauftragung (276,3 KB)

Stadtmitte Korntal

Auf Grundlage dieses Entwurfes fasste die Stadt den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan "Stadtmitte Korntal - südl. Mirander Straße, 4. Änderung". Zeitgleich wurde die Veräußerung des Grundstückes für den I. Bauabschnitt vorangetrieben. Die Stadt Korntal-Münchingen hat sich bereits im frühen Planungsstadium gemeinsam mit den Planern, dem Investor, den Gemeinderäten und der lokalen Agendagruppe „Stadtmitte Korntal“ Gedanken über das äußere Erscheinungsbild des I. Bauabschnittes gemacht. In einer Fassadenkommission ist nach mehreren Abstimmungsterminen ein Fassadenkonzept entstanden, das vom Gemeinderat am 25.02.2014 verabschiedet wurde. Für die öffentlichen Freiflächen im Bereich des Feuerseeweges wurde ein Gestaltungsplan erstellt.

Freiflächenplan (204,4 KB)


Präsentation Fassadenkonzept (783,3 KB)

Mit der Rechtskraft des Bebauungsplans im Juli 2014 wurde die Grundlage für die weiteren Erschließungsmaßnahmen und den endgültigen Baubeginn für den I. Bauabschnitt geschaffen. Nach dem Abbruch bestehender Gebäude haben 2014 die Bauarbeiten angefangen. Die Goerdelerstraße musste verlegt werden, die Grünflächen am Feuerseeweg wurden revitalisiert und aufgewertet. In den Grünanlagen wurde eine Retentionsfläche integriert. Der Vollsortimenter hat Ende 2016 seine Tore geöffnet, die Grünanlagen wurden im Sommer 2017 fertiggestellt. Die feierliche Einweihung der erneuerten Stadtmitte fand im Juli 2017 statt.

Bebauungsplan (1,648 MB)

Begründung (3,728 MB)

Textteil (2,774 MB)

Stadtmitte Korntal – II. Bauabschnitt

Die Stadt Korntal-Münchingen beabsichtigt, die Neuordnung der Korntaler Stadtmitte weiter voranzutreiben und den II. Bauabschnitt entlang des Feuerseewegs als Wohnstandort aufzuwerten. Hier sollen drei „Stadtvillen“ entstehen. Zudem soll ein gelungener Anschluss zum bereits realisierten I. Bauabschnitt und die neuen öffentlichen Freianlagen am Feuerseeweg gebildet werden.
Zur Realisierung möchte die Stadt ein zweiphasiges, nicht anonymes Investorenauswahlverfahren durchführen. In der ersten Phase ist die Abgabe mit dem Projekt vergleichbarer Referenzprojekte und eines Kaufpreisangebotes vorgesehen. In der zweiten Phase folgt die Ausarbeitung der Entwurfskonzeptionen. Beteiligen können sich Bauträger gemeinsam mit Investoren und Projektentwicklern, die als zwingende Voraussetzung eine Arbeitsgemeinschaft mit einem Architekt bilden.
Die vollständige Auslobung und die weiteren ergänzenden Unterlagen werden am 20.09.2018 auf der Homepage der Stadt Korntal-Münchingen unter Aktuelles bereitgestellt.

Ortskern Münchingen

Broschüre Entwicklungskonzept Ortskern Münchingen

Rückblickend ist die Entwicklung des Stadtteils Münchingen in den letzten Jahrzehnten stark durch das Wachstum von Wohn- und Gewerbegebieten an den Rändern geprägt. Der Ortskern dagegen konnte nur wenig vom Wachstum profitieren und weist funktionelle und gestalterische Verbesserungspotenziale auf. Zur Belebung und Stärkung der Münchinger Ortsmitte wurde im Frühjahr 2012 mit der Ausarbeitung eines Entwicklungskonzepts für den Ortskern Münchingen begonnen. Die städtebauliche Einbindung eines Vollsortiment-Supermarktes war ebenso Aufgabe dieses Konzepts. In einer umfassenden Bestandsaufnahme wurden die bauliche Struktur, die Nutzungsstruktur, Grünräume, das Orts- und Straßenbild, Verkehr und Fußgängerströme sowie das Lokalklima untersucht. Darauf aufbauend wurden vier Szenarien erarbeitet, die darstellen, mit welchen Maßnahmen eine positive Entwicklung des Ortskerns begonnen werden kann. Diese wurden im Dezember 2012 mit der Bürgerschaft in einer Informationsveranstaltung im Widdumhof erörtert. Aus den Szenarien wurden anschließend unter Mitarbeit der AG 1 des Zukunftskonzepts Korntal-Münchingen möglichst konkrete und objektiv nachvollziehbare Planungsvorgaben abgeleitet. So wurden Vorgaben zu Geschossigkeit, Dachform, Stellung der Gebäude, Bildung von Raumkanten, Farbigkeit und Materialität erarbeitet.
Der Gemeinderat hat das Maßnahmenkonzept am 23. Juli 2013 als informelle Planung beschlossen. Die beschlossenen Vorgaben zu Städtebau und Gestaltung sollen bei den weiteren Planungen zur Umsetzung von Vorhaben in den betroffenen Bereichen Berücksichtigung finden. Der Beschluss des Maßnahmenkonzepts bindet die städtischen Akteure aus Politik und Verwaltung an die Ziele des Konzepts und gibt den Rahmen für künftige bauliche Entwicklungen im Ortskernbereich und an den Ortseingängen vor. Sie stellen beispielsweise Vorgaben für durchzuführende konkurrierende Planungsverfahren oder Bauleitpläne dar.

Der gesamte Planungsprozess ist nun in einer Broschüre zusammengefasst und kann hier (8,617 MB) heruntergeladen werden.

Innenentwicklung

Die Stadt Korntal-Münchingen hat sich in den vergangenen Jahren verstärkt mit dem Thema Innenentwicklung und Wohnbauflächenpotenziale im Stadtgebiet beschäftigt. Hierzu sind verschiedene Untersuchungen und Projekte angestoßen worden. Insbesondere wurde eine Machbarkeits- und Entwicklungsstudie zum Gebiet Aichelin-/Greutter in Auftrag gegeben und eine Baulückenerhebung durchgeführt.

Die Baulückenerhebung hat im Ergebnis wenige unbebaute Grundstücke für Korntal, etwas mehr für Münchingen nachweisen können. Die Verfügbarkeit ist jedoch beschränkt, wie eine Befragung der Eigentümer ergeben hat.

Gutachten Baulückenaktivierung (1,528 MB)

Für die Gewerbefläche „Aichelin-Areal“, die ehemalige Deponie Greutter und die angrenzenden Sportflächen hat das Büro Modus Consult nach einer Bestandsanalyse, Grundlagenermittlung und Konfliktprüfung verschiedene städtebauliche Entwicklungsalternativen dargestellt und bewertet. Umweltfachliche, verkehrliche sowie schalltechnische Aspekte wurden bei der Bewertung gleichermaßen berücksichtigt. Eine Kostenschätzung hat auch den Vergleich der Konzepte bezüglich ihrer Wirtschaftlichkeit ermöglicht. Da die Erreichbarkeit der Sportplätze am jetzigen Standort ungünstig und der Unterhalt mit hohen Aufwand und Kosten verbunden ist, hat die Machbarkeitsstudie auch eine eventuelle Verlegung der Sportanlagen in die Untersuchung aufgenommen.

Die Ergebnisse dieser gesamtheitlichen Prüfung wurden in einer Präsentation zusammengefasst. Die Präsentation kann hier (5,694 MB) heruntergeladen werden.

Eine Variante mit vollständiger gewerblichen Entwicklung mit der Neuordnung der Sportplätze auf dem Alternativstandort am Gschnaidtwiesen (Flächenkonzept 1a) erscheint wegen der hohen Kosten der Sportplatzverlegung und der Ertüchtigung der Bahnüberführung an der Jahnstraße als eher unwirtschaftlich. Eine gewerbliche Entwicklung südlich der Lembergstraße ohne der Verlegung der Sportanlagen (Flächenkonzept 1b) würde eine Deckelung der ehemaligen Deponiefläche erforderlich machen. Von einer Ertüchtigung der Bahnüberführung könnte bei dieser Variante abgesehen werden, dies würde aber bedeuten, dass der Durchgangsverkehr für Lkws auf der Lembergstraße weiterhin möglich wäre.

Wirtschaftlicheren Alternativen stellen die Entwicklungsvarianten 3a bis 3c dar. Die wirtschaftliche Bewertung hat ergeben, dass eine gemischte Entwicklung mit Wohn- und Gewerbeflächen (Flächenkonzept 3b) oder eine Wohnentwicklung (Flächenkonzepte 3a und 3c) auch mit einer Verlegung der Sportanlagen rentabel umsetzbar sein könnte. Aufgrund der möglichen Emissionen aus einem Gewerbegebiet und dem erhöhten Schwerverkehrsanteil wird mit Blick auf die Wohnnutzungen westlich und südlich des Plangebiets tendenziell eine Entwicklung von Wohn- und Mischbauflächen favorisiert (Flächenkonzepte 3a und 3c). Hierbei wird eine Lösung zur Vermeidung der Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch die Wohngebiete bevorzugt. Zur Minderung der Verkehrsbelastung in der Lembergstraße wird es empfohlen, die Lembergstraße von der Jahstraße zu trennen. Diese Trennung wird durch den Bau von Wendeanlagen technisch möglich, allerdings muss in diesem Fall die Bahnüberführung an der Jahnstraße ertüchtigt werden. Die damit verbundenen Baukosten können allerdings bei dem Flächenkonzept 3c wirtschaftlich abgebildet werden. Das Flächenkonzept 3a mit gemischter Teilgebietsentwicklung sieht keine Trennung der Lembergstraße und der Jahnstraße vor.

Bei einer wohnflächenorientierten Entwicklung südlich der Lembergstraße soll wegen des hohen Sanierungsbedarfs und der damit verbundenen Kosten die Deponiefläche von der Bebauung weiterhin freigehalten und als Grün- und Spielfläche ausgewiesen werden. Zwischen den bestehenden Gewerbeflächen und den vorgeschlagenen Wohnbauflächen werden Mischgebiete als „Puffer“ empfohlen. Bei einer möglichen Wohnbebauung auf dem jetzigen Sportplatzgelände wäre voraussichtlich eine Lärmschutzwand zum Schutz vor dem Schienenlärm nötig.Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden am 15.03.2018 in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats diskutiert. Auf Wunsch des Gemeinderats werden weitere Beratungen der Machbarkeitsstudie vor einem eventuellen Beschluss durchgeführt.

Bahnhofsareal Korntal

Das schon seit vielen Jahren brachliegende ehemalige Bahngelände an der Weilimdorfer Straße bietet ein gutes Potenzial zur Innenentwicklung im Stadtteil Korntal. Durch einer Wiedernutzbarmachung soll hier eine urbane Nutzungsmischung aus Handel, Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen realisiert werden. Im Rahmen der Beteiligung der Öffentlichkeit wurden der städtebauliche Entwurf und der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans vom 14.04. bis 19.05.2014 öffentlich ausgelegt. Die eingegangene Anregungen und Bedenken hat die Verwaltung abgewogen und der Bebauungsplanentwurf wurde dementsprechend überarbeitet. Da vom Landratsamt Ludwigsburg Bedenken im Hinblick auf den Lärmschutz geäußert wurden, mussten Änderungen vorgenommen werden. Auf dem Lidl-Gebäude sind nun vier Einzelbaukörper mit Wohn- bzw. Büronutzung geplant. In den drei Baukörpern entlang der Weilimdorfer Straße ist weiterhin Wohnnutzung vorgesehen. Zum Schutz der Wohnnutzung ist eine 9,10 m hohe Lärmschutzwand auf dem Dach des Discounters geplant, die von Süden den begrünten Dachinnenhof umschließt. Damit sind sowohl die Wohnungen als auch die Dachterrasse genügend vor Lärm geschützt. Zur Optimierung des Lärmschutzes wurden auch die Wohnungsgrundrisse korrigiert. Der Eckbaukörper über dem Eingangsbereich des LIDL-Marktes ist ausschließlich für Büro- und Personalräume des Discounters vorgesehen. Im Gebäude im Südwesten ist ein Verkaufsgebäude für einen ortsansässigen Raumausstatter oder einen sonstigen Einzelhandelsbetrieb vorgesehen. In den Obergeschossen sind Beherbergungsbetriebe, Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsräume oder Dienstleistungsbetriebe denkbar. Der notwendige Schallschutz wird durch entsprechende bauliche Maßnahmen an den Außenfassaden hergestellt. An der Kreuzung Weilimdorfer Straße/Charlottenstraße wird ein neu anzulegender Kreisverkehr zur Erschließung des Plangebiets dienen. Im Hinblick auf den artenschutzrechtlichen Untersuchungen wurden die notwendigen Ausgleichsflächen für die Zauneidechsen südlich von dem Plangebiet errichtet und weitere Maßnahmen zur Kompensation des Lebensraumverlustes von geschützte Vogelarten durchgeführt. Am 21.05.2019 wurde der Bebauungsplan und die Satzung über die örtliche Bauvorschriften „Bahnhofsareal Korntal“ vom Gemeinderat als Satzung beschlossen.