Klimaschutz
Hitzewellen, Überschwemmungen und kräftige Stürme – auch in der Region Stuttgart haben wir einen ersten Vorgeschmack davon erhalten, was passieren könnte, wenn der globale Klimawandel und die Erderwärmung fortschreiten.
Der Gemeinderat hat im November 2009 daher der Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzeptes Korntal-Münchingen zugestimmt um der lokalen Verantwortung gerecht zu werden. Fördermitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative Bundesregierung zur Beauftragung eines externen Fachbüros wurden seitens der Umweltschutzstelle beantragt und bewilligt.
Das Handlungskonzept soll ein systematisches Vorgehen unter Einbeziehung aller kommunalen Akteure und Handlungsfelder ermöglichen und alle kommunalen und örtlichen Klimaschutzmaßnahmen bündeln, zusammenführen, bewerten sowie insbesondere mittel- und langfristige Ziele formulieren. Neben einem Maßnahmenkatalog werden auch die Investitionskosten einzelner Maßnahmen sowie die Darstellung der aktuellen und prognostizierten Energiekosten nach Umsetzung der Maßnahmen erwartet. Die partizipative Erstellung durch Mitwirkung von Entscheidungsträgern und Betroffenen ist dabei selbstverständlich.
Ausführliche Informationen und neue Forschungsergebnisse insbesondere Baden-Württemberg betreffend, finden Sie bei der Landesanstalt für Umweltschutz unter www.lubw.de.
Der aktuelle Bericht „Klimawandel in Baden-Württemberg“ steht bei den Publikationen/Neuerscheinungen als pdf im Netz, oder ist auch im Infoständer bei der Umweltschutzstelle im Technischen Rathaus, Tiefgeschoss erhältlich(so lange Vorrat reicht).
Teilkonzept Klimaschutz
Laufzeit des Vorhabens: 01.10.2009 - 30.09.2010
Beteiligte Partner
- Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Projektträger Jülich, Forschungszentrum Jülich GmbH- Architekturbüro Knopp, Stuttgart
- Stadtverwaltung Korntal-Münchingen
Förderkennzeichen: 03KS0576
Ziel des Vorhabens
Erstellung eines langfristigen und integralen Klimaschutz- und Sanierungskonzepts für die Liegenschaften der Stadt Korntal-Münchingen. Dabei verfolgt die Stadt das Ziel, einerseits die Werterhaltung der Gebäude zu sichern und möglichst gleichzeitig die Energiekosten und CO2-Emmissionen zu senken. Dazu ist eine umfassende Bestandsaufnahme sowie die Erstellung eines Grobkonzeptes für die infrage kommenden Liegenschaften, einschließlich Hinweise auf bauliche Mängel und mögliche Sanierungsmaßnahmen erforderlich.
Links zum BMU und Projektträger Jülich
Klimaatlas für die Region Stuttgart
Der Klimaatlas gibt grundlegende Informationen über Wind, Sonnenstrahlung, Temperatur und Niederschlag in der Region Stuttgart. Darauf aufbauend werden Aussagen getroffen, wo Kaltluft entsteht und wie der Luftaustausch vonstatten geht. Aus den so genannten Klimaanalysekarten lassen sich neben der Luftbelastung auch Prognosen z.B. zur künftigen Wärmebelastung ablesen. Der Klimaatlas gibt aber auch Hinweise darauf, wie bebaute oder unbebaute Flächen den Luftaustausch beeinträchtigen oder fördern. Denn große Waldflächen oder Wiesen und Felder sind wichtige „grüne Lungen“.
Der Klimaatlas kann unter http://www.region-stuttgart.org/vrs/main.jsp?navid=427 runter geladen werden.
Positionspapier Expertenkommission Stadt und Klima
Klimaerwärmung ist ein globales Thema. Die Auswirkungen sind weltweit immer deutlicher zu erkennen und zu erleben , zunehmend jedoch auch auf kommunaler Ebene. Im Zuge einer nachhaltigen Stadt- und Gemeindeentwicklung haben viele Kommunen bereits unterschiedliche Klimaschutzinitiativen ergriffen. Kommunaler Klimaschutz ist keine Luxusaufgabe, sondern die Investition in eine nachhaltige Entwicklung und damit in die Zukunft unserer Städte und Gemeinden. Auf Grundlage dieser gemeinsamen Überzeugung und Zielsetzung hat sich die Expertenkommission "Stadt und Klima", eine Initiative der STEG Stadtentwicklung GmbH, im Rahmen der Vereinsarbeit im Energetikom e. V. zusammengefunden und in den vergangenen Monaten ein Positionspapier "Stadt und Klima für die Kommunen Baden-Württembergs" erarbeitet. Die Expertenkommission setzt sich zusammen aus Vertretern verschiedener Kommunen, darunter auch Korntal-Münchingen, aus Wissenschaft, Forschung und Technik, der Ingenieurkammer Baden-Württembergs, Mitgliedern des Kompetenzzentrums Energetikom sowie Impulsgebern aus Ministerien und Verwaltung. Das Positionspapier finden Sie hier.
