Ausstellungen 2017

Frühlingsgrüße

26. März bis 30. April 2017

In Malerei, Poesie und Musik ist der Frühling seit jeher ein beliebtes Motiv. Das Erwachen der Natur, die leuchtenden Farben und die bunte Pracht der Blüten inspirieren Künstler aller Gattungen. Das Heimatmuseum Münchingen zeigt Blumenbilder und Frühlingslandschaften der in Münchingen lebenden Künstlerin Elisa Thiel gemeinsam mit dekorierten Ostereiern aus der abwechslungsreichen Sammlung von Zsuzsanna Homonnay. Texte schwäbischer Literaten von Eduard Mörike bis Hermann Hesse ergänzen die Präsentation stimmungsvoll.


Des Jaegers neue Kleider... Gustav Jaeger (1832-1917). Ein Pionier aus der Gründerzeit

2. Juni bis 29. Oktober 2017

Vordenker oder verschrobener Spinner: die Zeitgenossen verehrten und belachten Gustav Jaeger. Der Sohn des Münchinger Pfarrers Karl Jaeger besuchte die Lateinschule in Korntal und stieg später zum erfolgreichen Geschäftsmann und Millionär auf. Robert Bosch, Carl May, Oscar Wilde und G.B. Shaw trugen die von ihm erfundene Gesundheitskleidung aus reiner Wolle, die sich sogar auf den Polarexpeditionen von Nansen bewährte. Der Arzt und Zoologe, der als „Woll-Jaeger“ Berühmtheit erlangte, war jedoch wesentlich vielseitiger: Er veröffentlichte das damals erfolgreichste Tierbuch Deutschlands und seine Käfersammlung dient bis heute im Stuttgarter Naturkundemuseum der wissenschaftlichen Forschung.
Die Ausstellung veranschaulicht Jaegers außergewöhnliche Persönlichkeit und sein umfangreiches Lebenswerk, dessen Nachwirken auch in der gegenwärtigen Literatur in dem Roman „Das Parfüm“ von Patrick Süskind Spuren hinterließ. Und was haben Marilyn Monroe, Cary Grant und Judi Dench mit Jaeger zu tun? Das und vieles mehr erfahren Sie bei einem Besuch der Ausstellung.

Den Flyer mit dem Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie hier (720,8 KB)

Panoramarundgang


Märchenwelten in Schwarz und Weiß. Werke der Korntaler Scherenschnittkünstlerin Hedwig Goller (1920-2015)

26. November 2017 bis 4. Februar 2018

Hedwig Gollers Werke sind von Märchen, phantastischen Geschichten und von Gedichten beispielsweise von Hilde Domin und Paul Celan inspiriert. In ihren feinfühlig ausgeführten Scherenschnitten gelang es ihr, den literarischen Stoff zu einem magischen Bild zu verdichten. Außergewöhnlich für die Technik des Scherenschnitts sind die aus buntem Papier gefertigten Blumenbilder, die zu Gollers Lieblingsmotiven zählten. Hedwig Goller, Tochter des Korntaler Ehrenbürgers Paul Bausch, lebte seit ihrer Kindheit in Korntal, wo sie bis 1980 als Kunstlehrerin am Gymnasium unterrichtete. Nach ihrem Ausscheiden aus dem Lehramt illustrierte sie in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter Barbara Stamer mehrere Märchenbücher, welche bis heute immer wieder neu aufgelegt werden. Als Gründungsmitglied des Kunstvereins Korntal-Münchingen hatte Goller ihre letzte Ausstellungsbeteiligung 2015 bei der Ausstellung „Brückenschlag“ im Heimatmuseum Münchingen. Nach dem Tod der Künstlerin erhielt die Stadt Korntal-Münchingen eine umfangreiche Stiftung herausragender Werke aus ihrem Nachlass. Die Ausstellung bietet eine Werkschau mit künstlerischen Arbeiten aus allen Schaffensphasen. Im Mittelpunkt stehen die poetischen Märchenwelten dieser außergewöhnlichen Scherenschnittkünstlerin.