Ausstellungen 2012

Spare in der Zeit… Die bunte Welt der Spardosen

23. November 2012 bis 17. Februar 2013

Sparsamkeit gilt als schwäbische Tugend schlechthin. In dem an Bodenschätzen armen Württemberg war das Schaffen von Rücklagen für die Menschen überlebenswichtig, um Notzeiten zu überstehen. Der bekannte Münchinger Pfarrer Johann Friedrich Flattich (1713–1797) forderte seine Pfarrgemeinde und die Leser seiner „Hausregeln“ zum sparsamen Wirtschaften auf. Doch wohin mit den gesparten Groschen? Schon seit der Antike sind besonders gestaltete Gefäße zur Aufbewahrung von Münzen bekannt. Mit dem Beginn der Industriealisierung wird die Spardose zum Massenprodukt und nimmt zahllose unterschiedliche und originelle Formen an. Zugleich kommt mit der Gründung der ersten Sparkassen das Buchsparen auf. Die Ausstellung zeigt Spargefäße aus zwei Jahrhunderten, mit denen das Sparen, das in den Zeiten der Eurokrise aktueller ist denn je, Spaß macht(e). Die Exponate stammen zum Großteil aus dem Schulmuseum Nordwürttemberg Kornwestheim und werden durch ausgewählte Stücke aus dem Bestand des Heimatmuseums Münchingen sowie private Leihgaben ergänzt.

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Weinbau in Korntal und Münchingen. Eine Spurensuche

6. August bis 21. Oktober 2012

Die fruchtbaren Böden der Markung Korntal-Münchingen wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit landwirtschaftlich genutzt. Dass im Strohgäu neben Getreide und Obst über viele Jahrhunderte auch Wein angebaut wurde, ist heute hingegen kaum noch bekannt. Bereits die erste urkundliche Erwähnung des Hofgutes Korntal Ende des 13. Jahrhunderts steht in Zusammenhang mit dem dortigen Weinbau. In Münchingen beherbergte das imposante Rathaus ehemals zwei mächtige Weinpressen im Erdgeschoss und am Kallenberg, wo sich die meisten Münchinger Weingärten befanden, stand vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ein großes Keltergebäude. Erst vor zirka 100 Jahren wurde der Weinbau als Erwerbszweig vollständig aufgegeben. Die Ausstellung begibt sich auf eine Spurensuche nach der in Vergessenheit geratenen Geschichte des Korntal-Münchinger Weines. Die facettenreiche Präsentation rund um den geistreichen Rebensaft spannt einen Bogen von der Zeit der Römer, die die Kultur des Weintrinkens von Italien in unsere Region mitbrachten, über das Mittelalter und die historischen Anbau- und Keltermethoden bis hin zur Schädlingsbekämpfung in neuerer Zeit.

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Malerei im Strohgäu 1900 – 1960. Von Otto Reiniger bis Sepp Vees

9. März bis 25. März 2012 Bürgertreff Korntal
29. April bis 20. Mai 2012 Heimatmuseum Münchingen

Das Strohgäu mit seinen sanften Hügeln, Getreidefeldern und Obstbaumwiesen, eingefasst von dem bewaldeten Höhenrücken der Solitudeberge und des Engelbergs, wurde ebenso wie das nahegelegene idyllische Feuerbachtal in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von vielen schwäbischen Malern immer wieder dargestellt. 1905 zog Otto Reiniger, einer der bedeutenden Vertreter des deutschen Impressionismus, auf das Landgut am Tachensee bei Korntal. Die landschaftliche Vielfalt im Norden der Metropole Stuttgart begeisterte auch andere Künstler wie Erwin Starker, Hermann Umgelter und Franz Heinrich Gref. Die zur Stuttgarter Neuen Sezession zählenden Maler Gustav Schopf aus Gerlingen und Sepp Vees aus Flacht schätzen gleichfalls Motive ihrer Heimat. Die Ausstellung, in der eine Reihe bisher unbekannter Werke aus Privatbesitz gezeigt werden, erinnert auch an das Schaffen von Korntaler Künstlern und Künstlerinnen wie Hugo Schmitz, Wolfgang Zeller und Elisabeth Schönleber.

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