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Ausbildung in der Feuerwehr


Die Ausbildung der Feuerwehrangehörigen in Freiwilligen Feuerwehren ist in der Feuerwehr-Dienstvorschrift 2 (FwDV 2) geregelt. In Baden-Württemberg darf die Ausbildung nach Aufnahme in die Feuerwehr und mit dem vollendeten 17. Lebensjahr begonnen werden. Am Einsatz darf erst mit Volljährigkeit sowie bestandener Grundausbildung teilgenommen werden.
Im Folgenden werden die Ausbildungslehrgänge, so wie sie in unserer Feuerwehr Anwendung finden, erläutert. Die Lehrgänge finden mit Teilnehmern anderer Feuerwehren wie beispielsweise Ditzingen und Gerlingen statt. Ausbildungsort ist ebenfalls meistens Gerlingen.
Neben den hier erwähnten Lehrgängen finden zweimal im Monat je eine Zug- und eine Abteilungsübungen in den Einsatzabteilungen statt. Die regelmäßigen Übungsabende montags sind notwendig um im Ernstfall routinemäßig alle erforderlichen Handgriffe zu beherrschen. Zudem werden die Feuerwehrleute in speziellen am Standort vorhandenen Gerätschaften geschult.

Grundausbildungslehrgang (Truppmann Teil 1)

In der 70-stündigen Grundausbildung, die zweimal abends unter der Woche sowie ganztags am Samstag für zwei Monate stattfindet, werden angehenden Feuerwehrleuten alle wesentlichen Grundlagen für den Einsatz vermittelt. Am Ende des Lehrganges stehen eine theoretische Prüfung und eine Einsatzübung.

Erweiterte Erste Hilfe-Ausbildung

Neben dem Inhalt eines Ersten Hilfe Lehrganges werden darüber hinausgehende Inhalte wie medizinische Rettungsgeräte auf Feuerwehrfahrzeugen und deren Handhabung in Theorie und Praxis in insgesamt 20 Stunden vermittelt.

Rechtsgrundlagen

Der theoretische Teil der Ausbildung befasst sich zunächst mit den gesetzlichen Bestimmungen zum Feuerwehrwesen:

  • Was ist eine Feuerwehr?
  • Organisation der Gemeindefeurwehr
  • Aufgaben einer Feuerwehr
  • Verpflichtungserklärung und sich daraus ergebende Dienstpflichten
  • Straßenverkehrsordnung (StVO) im Rahmen von Einsatzfahrten
  • Versicherungsschutz

Brennen und Löschen

Diese Unterrichtseinheit bringt den Teilnehmern das Zusammenspiel von brennbarem Stoff, Oxidationsmittel, Mischungsverhältnis der beiden und nötiger Verbrennungsenergie nahe. Dabei werden neben den erforderlichen Bedingungen für ein Feuer auch Ansatzpunkte für einen Löscherfolg demonstriert.

Löscheinsatz

Die zuvor in der Theorie verinnerlichten Prinzipien beim Löschen werden anschließend in der Praxis mit Gerätschaften, so wie sie auf Feuerwehrfahrzeugen verlastet sind durchgeführt:

  • Tragbare Leitern
  • Wasserentnahme aus Hydranten und offenen Gewässern
  • Vorgehen beim Löschangriff
  • Einsatz und Verwendung von Sonderlöschmittel (z.B. Schaum)

Technische Hilfeleistung

Neben der Brandbekämpfung werden die angehenden Feuerwehrleute auch in technischer Hilfeleistung geschult. Der Fokus liegt hierbei auf der Fahrzeugöffnung, die dazu dient eingeklemmte, womöglich verletzte Personen aus Fahrzeugen zu befreien. Dabei kommt vorwiegend hydraulisches Rettungsgerät zum Einsatz.

Sonstiges

  • Grundlagen im Gefahrguteinsatz
  • Fahrzeugkunde

Sprechfunker

In der Sprechfunker-Ausbildung werden den Feuerwehrleuten der Umgang mit Funkgeräten, deren technischen Grenzen und die Vorgehensweise zur Abwicklung des Sprechfunkdienstes vermittelt. Darüber hinaus gibt es eine Einweisung in Kartenkunde und das bei Feuerwehren verwendete UTM-Referenzsystem.
Der Lehrgang findet an zwei Samstagen und an einem Tag abends unter der Woche statt und umfasst 16 Stunden.

Atemschutzgeräteträger

Die Atemschutzgeräteträger-Ausbildung umfasst in 25 Stunden. Sie findet in Leonberg statt. Inhalt ist neben der Gewöhnung an Maske und Flasche auf dem Rücken auch das richtige Vorgehen in beengten, dunklen Umgebungen, was durch eine Übungsanlage mit engen Röhren und Käfigen simuliert wird. Die besondere körperliche Belastbarkeit muss zuvor durch eine bestandene ärztliche Tauglichkeitsuntersuchung (G26.3) attestiert werden. Die Kosten hierfür trägt die Stadt.

Truppmann Teil 2

Der zweite Teil der Truppmannausbildung findet jährlich donnerstagabends im September und Oktober statt. Feuerwehrleute durchlaufen den Lehrgang zwei Jahre lang mit verschiedenen Unterrichtseinheiten. Inhaltlich werden die in der Grundausbildung und – wenn schon besucht – im Sprechfunker- sowie Atemschutzgeräteträger-Lehrgang gelernten Fähigkeiten gefestigt erweitert.

Truppführer

Die Ausbildung zum Feuerwehrmann (oder Frau) wird durch die 35-stündige Truppführerausbildung abgeschlossen. Hierbei wird das Wissen noch einmal in allen Bereichen erweitert. Ein weiterer Augenmerk liegt darauf, den Feuerwehrleuten selbstständiges, überlegtes Handeln zu vermitteln, um den Gruppenführer (der Einheitenführer darüber) zu entlasten. Auch diese Ausbildung endet mit dem Bestehen einer theoretischen Prüfung und ggf. einer Einsatzübung.